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Offene Ganztagsschule
 

Sommerfest 2006:

Bericht im Kölner Bilder-Bogen „RODENKIRCHEN“ Nr. 568, Juli 2006

Offene Ganztagsschule geht ins dritte Jahr:
„Ziel ist ein aktives Miteinander“

Marco ist mächtig stolz und reißt die Arme jubelnd in die Luft. Gerade hat er ein Bodengerangel beim Judo gewonnen. Und es war nicht irgendein Gerangel. Er hat tatsächlich seinen Trainer Andreas Janßen besiegt, und das obwohl Janßen doppelt so groß ist wie er selber. Und das Beste ist: Marco hat Zeugen für seinen Erfolg, denn seinen Sieg konnte er nicht beim Training feiern, sondern beim Fest der Offenen Ganztagsschule in der Grüngürtelschule in Rodenkirchen. Zusammen mit seinen Mitstreitern aus der Judogruppe zeigte Marco dort, was sie im letzten Jahr im Judokurs so auf die Matte gebracht hatten. Und das Publikum klatschte laut Beifall.

Auf diesem Fest konnten sich Eltern, Verwandte, Freunde und Bekannte ein Bild davon machen, womit die Schüler der GGrüngürtelschule nach dem Unterricht in der Offenen Ganztagsschule (OGS) ihre Zeit verbringen. Es wurde ausgiebig getanzt, geturnt und Basketball gespielt. Aber nicht nur die sportlichen Gruppen präsentierten ihre Fortschritte. Es wurde geflötet, gesungen und Englisch-, Französisch- und Spanisch-Kenntnisse präsentiert. Darüber hinaus konnten sich die Besucher im Schulgebäude zahlreiche Kunstwerke und andere Ausstellungsstücke ansehen, die ein Jahr OGS dokumentieren.

Das Angebot der OGS ist riesig. „25 Kurse in diesem Jahr, für das nächste Schuljahr kommen weitere Angebote wie Werken, Bauen und Klavier hinzu“, erzählen Iris und Marlene Januszewski vom Turn-Verein Rodenkirchen. Der TVR ist Trägerverein der OGS und organisiert seit zwei Jahren diese Nachmittagsbetreuung. Zur Unterstützung holte er sich qualifizierte Partner wie die Jugend-Kunstschule ins Boot. Mittlerweile sind alle ein eingespieltes Team.

Nach dem Unterricht essen die Kinder zunächst zu Mittag, anschließend erledigen sie ihre Hausaufgaben. Während des Nachmittags gibt es zahlreiche Angebote, aus denen die Kinder zu Beginn des Schuljahres auswählen. 84 Kinder waren es in den letzten Monaten, im nächsten Schuljahr schon über 100. „Wir legen besonderen Wert darauf, dass die Kinder nicht einfach verwahrt werden. Wir bieten sinnvolle Beschäftigung unter qualifizierter Leitung an. Ziel ist ein aktives Miteinander“, erzählt Marlene Januszewski.

Auch die Schulleiterin der Grüngürtelschule, Monika Weber-Statz, zeiht nach zwei Jahren ein positives Fazit: „Die Eltern sind froh, dass ihre Kinder versorgt sind. Außerdem berichten sie immer weider, dass das Familienleben zu Hause viel stressfreier geworden sei. Und den Kindern scheint es auch zu gefallen. Es sind viele neue Freundschaften entstanden, und in den Gruppen herrscht eine ganz herzliche Atmosphäre“, berichtet die Schulleiterin dem „Bilder-Bogen“.

Bei so einer guten Stimmung in der Gruppe kann man also auch schon mal seinen Betreuer auf die Matte legen, hat sich zumindest Marco gedacht.

Sarah Thielen